Gesundheitszentrum für die Community

Checkpoint ist ein Gesundheitszentrum für die Community für schwule Männer und andere Männer, die Sex mit Männern haben, und für Transmenschen und ihre Angehörigen.

Was sonst noch wichtig ist

HIV & STI

Bei einer vorhandenen HIV-Infektion können sich einige STI schneller und ausgeprägter entwickeln und sind schwerer therapierbar. Beim Auftreten einer STI sollte deshalb der behandelnde Arzt unbedingt über die bestehende HIV-Infektion informiert werden, damit er die passende Behandlung einsetzen kann.

HIV & Drogen, Abhängigkeit

Der Konsum von Drogen und anderen Substanzen ist auch unter schwulen und bisexuellen Männern weit verbreitet.

Für HIV-infizierte Personen bergen diese Substanzen zusätzliche Risiken. Es ist unerlässlich, die Interaktionen zwischen Drogen und HIV-Medikamenten und deren Auswirkung auf die Gesundheit gut zu kennen.

>versch. Druginteractions-seiten?

Tabak

Gemäss mehrerer Studien birgt das Rauchen ein erhöhtes Risiko für HIV-positive Menschen, an gewissen Krebsarten wie Lungenkrebs zu erkranken. Ausserdem schwächt Nikotin das Immunsystem ganz allgemein.

Helleberg M, Afzal S, Kronborg G, Larsen CS, Pedersen G, Pedersen C, Gerstoft J, Nordestgaard BG, Obel N. Mortality attributable to smoking among HIV-1-infected individuals: a nationwide, population-based cohort study. In: Clin Infect Dis. 2013 Mar;56(5):727–34.))

Ernährung

Durch unerwünschte Nebenwirkungen einiger HIV-Medikamente kann der Cholesterinspiegel im Blut ansteigen. Aus diesem Grund ist eine ausgeglichene, abwechslungsreiche und cholesterinarme Ernährung mit viel Früchten und Gemüsen empfohlen. Zudem können die Medikamente die Verdauung negativ beeinflussen. Bei anhaltenden Problemen kann eine individuelle Ernährungsberatung helfen. Sprich deinen Arzt darauf an. Er kann dich an einen Ernährungsberater weiterverweisen.

Alkohol

Ein moderater Alkoholkonsum beeinträchtigt die Wirkung der HIV-Medikamente nicht. Es wird empfohlen, die HIV-Medikamente zeitversetzt zum Alkoholkonsum einzunehmen, da in angetrunkenem Zustand die Einnahme der HIV-Medikamente vergessen werden kann und damit den Verlauf der Therapie gefährdet. Die regelmässige Einnahme der HIV-Medikamente ist einer der wichtigsten Faktoren für den Erfolg der Therapie!

Sport

Für Menschen mit HIV ist es wichtig, täglich etwas für die eigene Gesundheit zu tun

Sport löst Verspannungen, absorbiert ungesunde Stoffe (z. B. sehr effektiv für die Cholesterinsenkung) und stärkt das Immunsystem. Ausserdem entwickelt man ein besseres Gefühl für seinen Körper, lernt auf dessen Mitteilungen (Müdigkeit, Schmerz, etc.) zu hören und stärkt das Vertrauen in seine eigenen körperlichen Ressourcen. «Mens sana in corpore sano» – ein gesunder Geist in einem gesunden Körper. Wer demnach seinen Körper durch Sport fit hält, tut auch etwas Gutes für seine Psyche.